Spezialambulanz Neurofeedback

Wir bieten in unserer Spezialambulanz Neurofeedback Training vorwiegend für Kinder mit Aufmerksamkeitsdefizit -/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS) an.

Neurofeedback ist ein wissenschaftlich anerkanntes Verfahren zur Messung und Verbesserung der Gehirnaktivität. Eine verbesserte Selbstregulation des Gehirns durch Neurofeedback-Training in Bezug auf Wahrnehmung, Denken, Aufmerksamkeit und Verhalten konnte in zahlreichen Studien nachgewiesen werden.

Wir informieren Sie und Ihr Kind gerne in einem ersten Gespräch über den Ablauf des Trainings, erstellen einen individuellen Trainingsplan und erklären Ihnen und Ihrem Kind die Vorgehensweise.

Das Training findet in einer entspannten, stressfreien Atmosphäre statt.

Unsere Neurofeedback-Therapeutin Astrid Steinke-Wichelmann wird auch die Motivation Ihres Kindes in jeder Sitzung gezielt unterstützen.

Elterninformationen

Was ist Neurofeedback?

Neurofeedback ist ein wissenschaftlich anerkanntes Verfahren zur Messung und Verbesserung der Gehirnaktivität.

Ziel ist eine verbesserte Selbstregulation des Gehirns in Bezug auf Wahrnehmung, Denken, Aufmerksamkeit und Verhalten.

Beim Neurofeedback werden per EEG Hirnwellen in Echtzeit am Computer sichtbar gemacht.

Bei Störungen der Konzentrationsfähigkeit, Aufmerksamkeit und hoher Ablenkbarkeit, gibt es eine Fehlsteuerung (Dysfunktion) in den Frequenzbereichen. Das bedeutet, dass einige Frequenzen stärker vertreten sind, andere zu gering - es kommt zu einem Ungleichgewicht.

Durch spezielle Trainingsprogramme wird mit Hilfe des Neurofeedbacks das Gehirn trainiert seine Arbeitsweise zu verbessern und ein Ungleichgewicht auszugleichen. Somit sollen Gehirnströme durch das Neurofeedback kontrolliert werden und gezielt Erregungs- und Entspannungszustände erzeugt werden.

Hierbei handelt es sich um eine Lernmethode auf Grundlagen der Verhaltenstherapie (operantes Konditionieren). Das bedeutet, diese Form der Therapie ermöglicht über Bewusstmachung der Frequenz-Veränderungen eine Rückmeldung (Feedback) des Konzentrationszustandes. 

Eine gewünschte Veränderung wird mittels der Rückmeldung "belohnt" - eine unerwünschte Veränderung "nicht belohnt".

Wie funktioniert dieses Verfahren?

Die Belohnung oder Nichtbelohnung erfolgt durch ein Computerprogramm, das die Veränderungen registriert und eine vorher bestimmte Motivation startet oder wieder stoppt.

Der Patient ist währenddessen mit Elektroden absolut schmerzfrei an die EEG-Messung angeschlossen.

Dabei werden keinerlei elektrische Impulse an das Gehirn gesendet, der Patient erhält lediglich eine visuelle und/oder akustische Rückmeldung über die augenblickliche Gehirnaktivität.

Diese wird gemessen und die Signale werden an einen speziellen Rechner weitergeleitet. Dort werden diese Signale ausgewertet und in eine anschauliche Grafik bzw. in kindgerechte Motive umgewandelt.

Durch die Anzeige auf dem Monitor werden z.B. Aufmerksamkeitszustände für den Patienten und den Therapeuten/Trainer sichtbar gemacht.

Die Motivation kann ein einfaches Spiel, ein Puzzle oder ein kleiner Film sein.
Über die Aufgabenstellung lernt nun der Patient sein Gehirn so zu beeinflussen, dass das gewünschte Ergebnis erreicht wird.

Wie können Sie das Neurofeedback-Training zusätzlich unterstützen?

Auf Basis der so genannten "operanten Konditionierung" kommt es zur sofortigen Belohnung des angestrebten Verhaltens. Die Registrierung der Änderungen und die Belohnung/Nichtbelohnung wird in Echtzeit, d.h. in wenigen Millisekunden ausgeführt.

Durch diese extrem schnelle Rückmeldung der Minderung oder Anstiegs der Konzentrationsleistung, kommt es zu einem "Lerneffekt".
Diese Selbstregulation kann zu einer DAUERHAFTEN Verbesserung der Gehirnleistung führen.

Während der Therapie, wird das Kind zum "Transfer" des Erlernten aufgefordert. Das bedeutet, dass die Verbesserung der Konzentration auch ohne Rückmeldung vom Computer Zuhause oder in der Schule geübt werden kann.

In der Therapie wird dafür die Rückmeldung für kurze Zeiträume ausgeschaltet und dann vom Therapeuten, nach kurzer Übungsphase, rückgemeldet.

Die Verbesserung und die Mitarbeit des Kindes werden auch über die gesamte Sitzung registriert und vom Therapeuten über ein Punktesystem (Belohnungssystem) belohnt. Die erhaltenen Punkte werden gutgeschrieben und könnten gegen kleine Belohnungen eingetauscht werden.

Um den Transfer in den täglichen Bereich zu übertragen, sollte das Kind auch an den therapiefreien Tagen das Gelernte üben. Das kann zum Beispiel eine Konzentrationsübung vor den Hausaufgaben, Übungen für Klassenarbeiten, Vokabeln lernen usw. sein.

Den Erfolg der Konzentrationsverbesserung können Sie z.B. am reibungsloseren Verlauf der Hausaufgaben beurteilen. 
Hilfreich ist hierfür ein ähnliches Punktesystem oder ein bereits bestehendes Belohnungssystem.

Ansprechpartnerin

Astrid Steinke-Wichelmann
Telefon +49 221 478-98634 
E-Mail astrid.steinke-wichelmann@uk-koeln.de

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