Eltern-Kind-Station

Die Eltern-Kind-Station verfügt über vier bis fünf Behandlungsplätze und ist auf Verhaltensprobleme jeder Art  ausgerichtet. Hierzu zählen insbesondere

  • Verweigerndes oder aggressives Verhalten zu Hause den Eltern gegenüber (Interaktionsstörungen und oppositionelles Verhalten)
  • Angst, sich von den Eltern zu trennen oder in die Schule/den Kindergarten zu gehen (soziale Ängstlichkeit, Tennungsangst)
  • Verweigerndes oder aggressives in Kindergarten/Schule gegenüber Erwachsenen oder Kindern (Störung des Sozialverhaltens, emotionale Störungen)
  • Unruhiges und sprunghaftes Verhalten, sich nicht alleine beschäftigen können, ständig Aufmerksamkeit benötigen (Aufmerksamkeitsstörungen)
  • Ängste vor Veränderung, extremes Interesse an einzelnen Themen, wenig Gespühr für andere, wenig Reaktion auf andere Menschen (Autismusspektrumstörungen)

Für wen ist die Eltern-Kind-Station geeignet?

Die Eltern-Kind-Station behandelt Kinder im Alter von circa drei bis neun Jahren. Die Aufnahmekapazität liegt bei vier bis fünf Patienten (Kinder) sowie je einer Bezugsperson (in der Regel ein Elternteil, es können aber auch beide Elternteile teilnehmen).

Aufnahme

Die Anmeldung für die Eltern-Kind-Station erfolgt über den niedergelassenen Kinder- und Jugendpsychiater oder die Ambulanz der Klinik. In einem Vorgespräch mit der behandelnden Psychologin der Eltern-Kind-Station werden wichtige Fragen zum stationären Aufenthalt geklärt und eine endgültige Entscheidung über die Aufnahme getroffen.

Was muss ich zur Aufnahme mitbringen?

Eine ausführliche Beschreibung über Abläufe der Station und mitzubringende Dinge wird den Familien beim Vorgespräch ausgehändigt.

Zur Aufnahme wird eine Einweisung vom Kinder- und Jugendpsychiater oder Kinderarzt und die Versichertenkarte benötigt.

Behandlungskonzept

Die vierwöchige, vollstationäre Diagnostik und Behandlung eignet sich auch besonders für jüngere Kinder, da bei ihnen in der Behandlung die Eltern viel stärker einbezogen werden müssen um Verhaltensänderungen zu erreichen.

Die Therapie beinhaltet intensive Beobachtung einzelner schwieriger Situationen zwischen Elternteil und Kind mit anschließender ausführlicher Beratung, Angebot und Einüben von Veränderungsmöglichkeiten sowie Einsatz von Belohnungssystemen (z. B. Verstärkerplänen).

Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist auch das Einführen einer positiven Spaß- und Spielzeit, in der Elternteil und Kind einfach nur eine festgelegte Zeit mit z. B. Spielen miteinander verbringen, um die positive Bindung zu stärken sowie kunsttherapeutische Einheiten mit Elternteil und Kind.

Behandlungsangebote / Stationsablauf

Die Therapien finden montags bis freitags täglich von 08:00 bis 16:00 Uhr statt. Der Tag besteht aus zwei Therapieblöcken, vormittags und nachmittags. Das Wochenende verbringen die Familien von Freitagmittag bis Sonntagabend zur Belastungserprobung zu Hause.

Zum Behandlungskonzept gehören Gespräche mit der Psychologin, Einzelübungen mit dem Kind, Eltern-Kind-Interaktionsübungen, Elterngruppen sowie Kindergruppen. Einmal wöchentlich findet ein kunsttherapeutisches Angebot für Eltern und Kinder gemeinsam statt. Für schulpflichtige Kinder findet vormittags Unterricht in reduziertem Stundenumfang in der klinikeigenen Johann-Christoph-Winters-Schule statt.

Team

Oberärztliche Leitung
Dr. Dagmar Röhling
Telefon: +49 221 478-6100

Psychologin
Dipl.-Psych. Sabine Schröder
Telefon: +49 221 478-86601

Pädagogische Leitung
Christel Burkard-Spiekermann
Telefon: +49 221 478-86600

Sozialarbeiterin
Dipl.-Sozialarbeiterin Susanne Schraa
Telefon: +49 221 478-6120

Pädagogisches Team
Drei Sozialpädagoginnen und eine oder zwei Psychotherapiepraktikanten, eine Kunsttherapeutin

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