Kinderstation

Die Kinderstation verfügt über 12 Behandlungsplätze für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren (in Einzelfällen auch jüngere Kinder). 

Für wen ist die Kinderstation geeignet ?

Sowohl expansives Verhalten mit fehlender Regelakzeptanz als auch rückzügiges Verhalten bringt Kinder und Eltern sowie andere soziale Systeme (Schule) an ihre Grenzen und behindert notwendige Entwicklungsschritte.

Die Kinderstation ist für Patienten geeignet, bei denen ein diagnostischer oder therapeutischer Auftrag besteht, der im ambulanten oder tagesklinischen Setting nicht erfüllt werden kann. Die Zielgruppe umfasst alle kinderpsychiatrischen Krankheitsbilder. Hierzu zählen:

  • Angststörungen (Trennungsangst mit Schulvermeidung, Schulangst)
  • Psychosomatische Erkrankungen
  • Zwangsstörungen
  • Depressive Erkrankungen
  • Essstörungen
  • Autistische Störungen
  • Eltern-Kind Interaktionsstörungen
  • Aufmerksamkeits / Hyperaktivitäts-Störungen
  • Störung des Sozialverhaltens

Stationszimmer
Neubau I, 1. Obergeschoss, Raum 013
Telefon: +49 221 478-6111
Telefax: +49 221 478-86164

Aufnahme

Die Patienten werden entweder in unserer Institutsambulanz vorgestellt, wo die Indikationsstellung erfolgt oder direkt von niedergelassen Kinder- und Jugendpsychiatern für die Station angemeldet, die eine Einweisung ausstellen. In der Regel wird ein "Schnuppertermin" zum Kennenlernen der Station vor der Aufnahme vereinbart. Hier wird den Familien eine Beschreibung der Abläufe der Station und eine Liste der  für den Stationsalltag benötigten Sachen ausgehändigt. 

Bitte bringen Sie zur Aufnahme mit:

  • Einweisung des Kinder- und Jugendpsychiaters oder Kinderarztes
  • Versichertenkarte
  • Schriftliche Einverständniserklärung des/der zur Aufnahme nicht anwesenden Sorgeberechtigten (z.B. bei getrennt lebenden Elternteilen mit gemeinsamen Sorgerecht)
  • Gelbes Untersuchungsheft und Impfpass
  • Sämtliche Schulzeugnisse in Kopie
  • Vorbefunde in Kopie
Behandlungskonzept

Wir möchten mit einem multiprofessionellem Team Ihr Kind und Sie unterstützen, Wege aus der Erkrankung zu finden und die aktuellen Schwierigkeiten besser bewältigen zu können sowie ihre Beziehung positiv zu stärken. Der individuelle Behandlungserfolg steht im Mittelpunkt unserer Bemühungen, was eine sorgfältige Diagnostik voraussetzt.

Das Behandlungskonzept ist multimodal mit kognitiv-verhaltenstherapeutischem Schwerpunkt unter Einbeziehung systemischer und tiefenpsychologischer Konzepte. In der Psychotherapie kommen verschiedene Verfahren zum Einsatz, die durch kreativtherapeutische Ansätze ergänzt werden. Begleitend kann auch eine medikamentöse Unterstützung sinnvoll sein.

Um einen Behandlungserfolg nach Hause zu übertragen, ist die Einbeziehung von Eltern und anderen Bezugspersonen (Großeltern, Pflegeeltern) sehr wichtig. Dazu ist Ihre regelmäßige Teilnahme an Familiengesprächen, Elterntraining und Elterngruppe sowie Eltern“hospitationen“ auf Station sehr wichtig.

Der Pflege- und Erziehungsdienst arbeitet mit Bezugspflegesystem und ist speziell geschult.

Er stellt durch Unterstützung bei der Strukturierung des Alltages (Tagesstrukturpläne, Aufgabenpläne) und bei der Beziehungsgestaltung mit den anderen Kindern einen wesentlichen Wirkfaktor dar. Die Mitarbeiter begleiten Ihr „Bezugskind“ und Sie durch Bezugspflegegespräche und stehen für den alltäglichen Informationsaustausch zur Verfügung.

Die Beschulung erfolgt zunächst über die Johann-Christoph-Winters-Klinikschule in der „Villa Kunterbunt“ auf dem Kliniksgelände, was in engster Absprache erfolgt und den Kindern ermöglicht, auch im schulischen Rahmen angstbesetzte Situationen anzugehen oder Regelverhalten einzuüben. Darüber hinaus erfolgt eine enge Kooperation mit den Heimatschulen, ambulanten Vorbehandlern und weiteren unterstützenden Helfersystemen.

Mittwochs nachmittags und an den Wochenenden finden im Verlauf regelmäßig Beurlaubungen zur Belastungserprobung nach Hause statt. Hier werden den Familien spezielle Aufgaben gestellt. Ziel der stationären Behandlung ist es, dass die Kinder ihren Alltag und die Schule wieder angemessen bewältigen können.

Tagesablauf

Der Tag beginnt mit einem gemeinsamen Frühstück. Ab 08:15 Uhr finden Behandlungsangebote und Unterricht in der Klinikschule statt. Um 12:30 Uhr gibt es Mittagessen. Nachmittags finden weitere Behandlungsangebote (einzeln oder in der Gruppe) statt.

Zu den Einzelangeboten gehören neben der Psychotherapie die Musiktherapie, diagnostische oder therapeutische Spielstunden, therapeutisches Reiten und motopädische Angebote mit erlebnispädagogischem Charakter.

Zu den Kleingruppenangeboten (zwei bis vier Kinder) gehört das soziale Kompetenztraining, eine Musiktherapiegruppe, Singgruppe, Klettergruppe, Sportgruppe und die Fußball-AG.

Team

Oberärztin
Dr. Carola Bartels-Dickescheid
Telefon +49 221 478-6103

Pflege- und Erziehungsdienst Stationsleitung
Catrin Schmidt-Stafford 
Telefon +49 221 478-6111

Stationsarzt
Moritz Langer
Telefon +49 221 478-6110

Stationspsychologin

Dipl.-Psych. Ingrun Abbing
Telefon +49 221 478-86602

Sozialarbeiterinnen
Dipl.-Sozialarbeiterin Susanne Schraa
Telefon +49 221 478-6120
Dipl.-Sozialarbeiterin Anja Neist
Telefon +49 221 478-86687

Musiktherapeut
Dipl.-Musiktherapeut Michael Meza-Hörpel
Telefon +49 221 478-86604

Gestalttherapeutin
Dipl.-Soz.-Päd. Nicole Prior
Telefon +49 221 478-86603

Sporttherapeut
Dipl.-Sportwiss. Valentin Ruz-Campos
Telefon: +49 221 478-6612

Nach oben scrollen