Spezialambulanz für Geflüchtete

Seit Oktober 2018 bieten wir an der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychosomatik und -psychotherapie der Uniklinik Köln eine Spezialambulanz für geflüchtete Minderjährige und junge Erwachsene bis 20 Jahre an.

Unser Angebot umfasst zunächst die Abklärung der Belastungen und Behandlungsnotwendigkeiten. Anschließend kann bei entsprechender Indikation die Teilnahme an unserem Gruppen-Stabilisierungstraining für jugendliche Geflüchtete mit Traumafolgestörung erfolgen. Die Gruppen basieren auf Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie, der Dialektisch-Behavioralen Therapie und der Zeitperspektiven-Therapie (basierend auf Marco Walg: Stabilisierungstraining für jugendliche Flüchtlinge mit Traumafolgestörungen). Die Jugendlichen erlernen dabei u.a. das (möglichst sprachfreie) Benennen von Gefühlszuständen, Skills zur Emotionsregulation, Fokussierung auf positive Aspekte der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft etc.

Bei zu ausgeprägter Pathologie/Traumatisierung für die Gruppentherapie vermitteln wir die Patienten an unsere Traumaambulanz. Bei anderweitigem Bedarf bieten wir entweder sozialpsychiatrische oder medikamentöse Interventionen an, beziehungsweise die Vermittlung an die kooperierende Ambulanz unseres Psychotherapie-Ausbildungsinstituts AKIP oder niedergelassenen Therapeuten.

Das Gruppen-Training ist ohne große Sprachkenntnisse zu bewältigen, es besteht aus 6 Terminen in 2-wöchigen Abständen.

Zum Erstgespräch bitte Folgendes mitbringen:

  • Sprachmittler
  • Krankenkassenschein oder Gesundheitskarte
  • Vorbefunde
  • Ggfs. Wohngruppenbetreuer und/oder falls vorhanden Eltern

Ansprechpartnerin ist Dr. Heidrun-Lioba Wunram (heidrun-lioba.wunram@uk-koeln.de).

Terminanfragen für Erstgespräche bitte unter spezieller Nennung der Spezialambulanz für geflüchtete Minderjährige unter der +49 221 478-5337.

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