19.05.2022
Kinder- und Jugendpsychiatrie

Hermann-Emminghaus-Preis für Prof. Koenig

Herausragende wissenschaftliche Arbeiten

Prof. Dr. Julian Koenig, Foto: Michael Wodak
Prof. Dr. Julian Koenig, Foto: Michael Wodak

Univ.-Prof. Dr. Julian Koenig von der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Uniklinik Köln ist von der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP) auf dem Kongress in Magdeburg mit dem Hermann-Emminghaus-Preis 2022 für herausragende wissenschaftliche Arbeiten geehrt worden. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre zum Gedenken an Hermann Emminghaus, einem deutschen Pionier der kinder- und jugendpsychiatrischen Forschung, zur Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern verliehen. Dieses Jahr wurden zwei Preisträger ausgezeichnet.

Die prämierte Forschungsarbeit von Prof. Koenig adressiert Veränderungen in der Funktion des autonomen Nervensystems – insbesondere der Aktivität des Nervus Vagus – bei Kindern und Jugendlichen mit psychiatrischen Erkrankungen und darauf aufbauend die Entwicklung neuer Therapieoptionen für diese Altersgruppe. Im Fokus der Arbeitsgruppe für Biologische Kinder- und Jugendpsychiatrie unter Leitung von Prof. Koenig steht dabei die Entwicklung und klinische Evaluation der transkutanen Vagusnervstimulation (tVNS) als neues Therapieverfahren.

Neben der Evaluation der Verträglichkeit und klinischen Effektivität von tVNS bei Kindern und Jugendlichen mit psychiatrischen Erkrankungen an der Spezialambulanz Therapieresistente Störungen / Neuromodulation in der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Uniklinik Köln, sollen Projekte im Bereich der Grundlagenforschung in Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung (Prof. Dr. Marc Tittgemeyer) zu einem besseren Verständnis der potentielle Wirkmechanismen dieser neuen Behandlungsform beitragen. Zukünftig geplante Arbeiten adressieren hier die Personalisierung des Verfahrens über Closed-Loop Anwendungen, den Einfluss von tVNS auf neuro-inflammatorische Prozesse sowie pharmakologische Alternativen, um Defizite im cholinergen System im Kontext psychiatrischer Störungen therapeutisch zu beeinflussen.

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